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Produktbeschreibung/entwicklung: farbige TEX-BIS Lehmedelputze

 
Zur Zeit als die japanischen Kaiserpaläste aufs herrlichste mit Marmorglanz-Lehmputzen ausgestattet wurden hatten  unsere europäischen Lehmbau-Vorfahren mit künstlerischen Lehmgestaltungen nicht viel am Hut: eine mit der Hand verriebene  Strohlehm-Putzmischung war  jahrtausendelang der  grobschlächtige Innenausbau-Standard. Die römische Besatzungsmacht  steuerte später die Kalkmalerei mit etwas Erdpigment verfeinert,die  Fresco-Maltechnik bei. Die japanische Marmorglanzputztechnik war so zeitaufwendig, daß nur die reichsten Leute sich solch edle Wandgestaltungen leisten konnten. Der Zeitaufwand für 1 qm Wandgestaltung wird mit ca 6-8 Stunden kalkuliert. Eine Mischung aus Sumpfkalk, Seetang, Feinsand, Erdpigmente und Lehm wurde in dünnen Schichten von 1mm durch kräftiges Aufreiben in bis zu 6 Lagen auf vorbereitete Lehmuntergründe mit speziellen Glättkellen aufgetragen. Die spiegelglatten Oberflächen erinnern an  Stuccolustro-Glättetechniken.

 Sand- die Farbe der Natur

Sand ist der Baustoff Nummer Eins. Kaum beachtenswert wird er als Zuschlagstoff für Beton,Mörtel und als Füllstoff industriell in großen Mengen eingesetzt. Das Bild von Sand ist eben trist und farblos.

         
(Wetterauer Sandgruben Fotos: Heinz Knieriemen  [zum Vergrößern anklicken])

Doch wer abseits vom üblichen Sandabbau näher hinschaut,entdeckt in hessischen Sandgruben eine gänzlich andere Welt. Nach Jahrmillionen kommt das Sandkorn mit seiner Zauberkraft von Form und Farbe wieder ans Tageslicht. Sande sind wahre Schätze der Natur,die jetzt gehoben werden als Bestandteile von farbigen Lehmedelputzen, um Glanz in unsere Hütte zu bringen.

Wir haben Sie vergessen, die Farben der Natur, haben Sie ersetzt durch Laborpigmente. Der Maler und Bildhauer Lothar Keil exprimentiert  seit mehr als 20 Jahren  mit lehmigen Erdfarben und Sanden. Auf der Suche nach  farbigen  Steinen und Sanden fand der  leidenschaftliche Hobbymineraloge  in Mittelhessen einzigartige Natursande in kräftigen Farbtönen. Dabei stieß  er auf 25 Millionen Jahre alte Sandrosen, die in Ihrer Art auf der Welt nur einmal in der mittelhessischen Wetterau vorkommen.  Für den Maler und Bildhauer ist die Farbvielfalt der Sande ein Abenteuer: Wandputze nur aus Sand und Lehm,ohne jegliche Pigmentzusätze. Die strahlende Leuchtkraft der Natur an heimischen Wänden, das ist seine Vision. Sande werden beim industriellen Abbau nicht in einzelnen Schichten abgebaut. Dabei nimmt niemand Rücksicht auf schöne Farbschichten.

Es ist ihm gelungen,einige Grubenbesitzer zu überreden, einzelne Sandschichten separat abzubauen.

Herr Keil erklärt  die wichtigen Feinheiten folgendermaßen:

„Farbe besteht aus Fabkörper und Farbton. Die staubigen Pigmente verhindern jede Leuchtkraft. . Ihnen fehlt die kristalline Struktur. Bei Pigmenten ist der Farbton vom Farbkörper getrennt.“ „Sand hat eine Art Prismawirkung, die in sich geschlossen ist und Licht reflektieren kann. Das naturbelassene Sandkorn alleine garantiert die Licht-Echtheit.“ 

TEX-BIS Lehmedelputze aus hessischen Lehmen und Natursanden

Synthetisch  hergestellte Farben haben unser natürliches  Farbempfinden  sehr negativ beeinflußt. Das Auge erkennt nur noch  den Kontrast greller Farbtöne. Zusammen mit  hochwertigen Lehmen aus dem „hessischen Lehmland“  in vielfältigen Farbtönungen entwickelte Lothar Keil für TEX-BIS Naturbaustoffe GmbH  eine eindrucksvolle Produktpalette von farbigen Lehmedelputzen ohne Zugabe jeglicher Farbpigmente. Das Farbenspektrum der angebotenen Lehmedelputze  erstreckt sich von edlem weiß  über sonnengelb, rose`, lichtblau, steingrau  bis hin  zum kräftigen königsrot. Das feuchte Aufreiben bringt eine Art Aquarellschleier auf die Wandoberfläche und läßt die Kristalle der feinen Sande glitzern. Die sanfte Wirkung kann durch handwerklich erzeugte Putzstrukturen verstärkt werden, während die naturbelassenen Sande das Farbenspektrum erzeugen.

Anwendungsbereiche von farbigen Lehmedelputzen

Lehmedelputze werden im Innenbereich an Wänden und Decken sowie an schlagregensicheren Fassaden als Dekorputze eingesetzt. Sie werden einlagig in Putzstärken von 2 bis 5mm auf lehmgrundierte Untergründe aufgetragen und haften auf vielfältigen Putzgründen wie:

·       Lehmflächen aller Art, Kalkputzen ,Zementputzen, rauhen Kunstharzputzen

·       geputzten Kalksandsteinen, Bims- , Ziegel- , Blähton- und Porenbetonsteinen,

·       rauhen Betonflächen, Natursteinen aller Art, mineralische Bauplatten

·       Gipskartonplatten  Fermacell-Innenausbauplatten

·       geputzten Schilf-und Korkplatten, Holzwolle-Leichtbauplatten (Heraklith)

·       Oberflächen aus feinmaschigem Jute-Fasonleinengewebe

·       Lehmedelputze werden im Innenbereich an Wänden und Decken sowie bei der schlagregensicheren Fassadengestaltung als Dekorputze eingesetzt.

Tipp: Welche positiven Auswirkungen Lehmputz auf das Raumklima hat können Sie in diesem Artikel lesen.

Verarbeitung, Untergrundvorbereitung:

Vor jedem Putzauftrag muß der Untergrund gereinigt  und nach  Kriterien wie Saugfähigkeit, Rissesicherheit, Festigkeit, geprüft und grundiert werden. Ist der Untergrund beispielsweise stark wassersaugend, muß die Fläche zunächst gewässert werden. Dann erfolgt die Lehmgrundierung:

eine aus feinst gemahlenen  Lehmen in Wasser klumpenfrei gelöste Lehmpaste in Joghurt-ähnlicher Konsistenz – als Fertigprodukt LG-1 im Eimer erhältlich - wird mit dem breiten Malerquast oder mit Rolle gleichmäßig  aufgezogen. Nachdem die Lehm-grundierung komplett durchgetrocknet ist, wird die zu putzende Fläche mit einem Rosensprüher leicht angefeuchtet.

 Dann wird der in Wasser angerührte TEX-BIS Lehmedelputz als Handputz mit dem Aufziehbrett  oder maschinell mit Putzmaschine in Putzdicken von 2 bis 5mm aufgetragen. Da alle TEX-BIS Lehmedelputze LK-1 pigmentfrei sind und aus mineralischen Rohstoffen wie  Lehm und Sand hergestellt sind, können auf Wunsch die einzelnen Farbtöne beliebig miteinander gemischt werden.

 Sollen glatte Oberflächenstrukturen erzeugt werden, wird der feuchte Putz mit der Glättkelle bearbeitet. Besonders lebendige, sanft bewölkte Oberflächen entstehen, wenn man die Lehmputzfläche  nach völliger Trocknung mit dem angefeuchteten Schwammbrett leicht aufreibt und strukturiert. Hierbei verstärkt das natürliche Bindemittel LEHM die Leuchtkraft der Natursande.

 Auf Wunsch kann die Oberfläche mit der Silikatfixierung SILIFIX TX-2 wischfest fixiert werden, was sich in stark beanspruchten Räumen wie Treppenhaus, Bad, Küche- und Kinderzimmer empfiehlt. Das farblose  Wasserglas-Produkt wird  mit Wasser verdünnt und ein bis maximal dreimal auf die getrocknete Fläche aufgesprüht. Im Mittel kosten die Edelputze 5,-Euro pro qm Wandfläche,
aufgezogen in einer Stärke von 2mm.

 „Ich wollte der Farbe die Seele zurückgeben, das Auge soll wandern und sich an den nuancenreichen Schattierungen meiner  Lehmedelputze  erfreuen“ , so beschreibt  Lothar Keil die Wirkung von TEX-BIS Lehmedelputzen.

 

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