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Beispiel für den Bau mit
Texbis Lehmbau-Systemen
(die Zeichnungen sind Animationen entnommen, die Sie in
Kürze mit unseren neuen Filmen zusammen auf DVD oder in unserer
neuen Buch-CD zum Bau mit Lehm erhalten können)
Wärmedämmender Bodenaufbau über Erdreich mit Kork-Kalkestrich
und Tonplattenbelag

1 Bei
Altbauten ohne Keller wurden früher im Fußboden meist keine
Wärmedämmungen eingebaut. Die Holzdielen wurden auf Lagerbalken
genagelt, die einfach in den feuchten Erdboden gelegt waren,
weshalb man Balken und Holzdielen hier meist verfault vorfindet.
Damit bei anstehenden Sanierungs-maßnahmen keine
Feuchtebauschäden an Fachwerk-Fußschwelle und Sockelmauerwerk
entstehen können, sollte gerade hier auf die Verwendung von
dichten Baustoffen wie Betonestrich und Polistyroldämmplatten
verzichtet werden. Eine allseits bewährte Alternative ist der
Einbau von Kork-Kalkestrich, eine im Betonmischer mit Wasser
angerührte Mischung aus Recycling-Korkgranulat, Traßkalk und
Sand.
2 Auf
das gut verdichtete Erdreich wird zunächst eine kapillar
brechende Schicht aus Drainage-Grobkies oder grobem Schotter in
Höhe von 10-15cm eingebracht und gut verdichtet.
3 Darauf
wird in einem Arbeitsgang ein Kork-Kalkestrich in Höhe von 15
bis 20 cm in betonähnlicher, flüssiger Konsistenz eingebracht,
verdichtet und planeben abgezogen.
4 Nach
vollständiger Trocknung wird auf die wärmedämmende Bodenplatte
ein Mörtelbett aus Traßkalk und Sand aufgebracht.
5 Direkt
ins feuchte Mörtelbett werden diffusionsoffene Tonbodenplatten
(Terracotta) verlegt. Eine preiswerte Alternative zu
Teracotta-Bodenplatten sind Tondachziegel aus historischem
Altbaurecycling,die herstellungsbedingt frostsicher sind und bei
vollflächiger Einlage im Mörtelbett hohe Druck-und
Abriebfestigkeiten aufweisen.
Wichtig ist , dass
keine dampfdichten Keramik-oder Zementfliesen verwendet werden
und die Bodenplatten nicht mit dichtenden Lacken sondern mit
diffusionsoffenen Naturharzölen, ggfalls mit Wachs behandelt
werden.
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